MayDay! MayDay! Der Countdown läuft.
April 30th, 2011

Betreff: MayDay! MayDay! Wir sind Klasse! Und der Countdown läuft.

– Pressemitteilung #7 –

?? Prekär Arbeiten ?? Prekär Leben ??

!! Prekär Kämpfen:
!! Let’s MayDay !! Parade der Prekären am 1. Mai
!! Treffpunkt: 14 Uhr, Wallensteinplatz, 1200 Wien
!! http://mayday-wien.org/materialien

MayDay, MayDay! Nur noch zweimal schlafen, dann geht die MayDay!-Parade über die Bühne. Wir zeigen, wo es lang geht! Nicht nur die Prekarisierung unserer Arbeits- und Lebensverhältnisse ist Wahnsinn, auch die Verdichtung an Aktivitäten in den nächsten Tagen.

# Mayday! Working Poor heute im FM4-Jugendzimmer

Drei MayDay!-Aktivist*innen bei FM4 zu Gast im Jugendzimmer: Susi (Studentin, Alleinerzieherin, dzt. im AMS-Kurs „Jobsuche intensiv“), Philip (Lohnarbeit in Callcentern, auf Skipisten und als Sozialwissenschaftler an der Uni), Max (Wissensarbeiter: teilzeit unbefristet und sozialversichert, aber sinnentleert beschäftigt, zwei Kinder). Heute Freitag von 19 bis 20:15 Uhr: Du kannst mitdiskutieren! Entweder per Mail unter fm4@orf.at oder während der Sendung per Telefon. Die Nummer ins Studio: 0800 226 996.

# Unsere Fabrik ist die Straße
# http://mayday-wien.org/2011/04/19/mayday-mayday-der-countdown-lauft

Was geht ab am 1. Mai? Lasst euch überraschen! Und überrascht selbst auch andere! Ein paar Highlights zeichnen sich bereits ab: Pünktlich um 14 Uhr am Wallensteinplatz stehen live acts von EsRap & Enes (Wien) sowie (erstmals in Wien!) von TAPETE & Crying Wölf (Berlin) auf dem Programm. Darüber hinaus wird es auf der MayDay!-Parade wieder ein, zwei, viele (?) Soundsysteme mit eigenen Wägen geben, aber auch diverse DJ(ane)s werden ordentlich einheizen. Für die Freund*innen nicht elektronisch verstärkter Musik, haben sich mit Rythms of Resistance und SambAttac gleich zwei Sambagruppen angekündigt. Auch auf den Chor „HOR 29. Novembar” mit Arbeiter*innen- und Partisan*innen-Liedern können wir uns freuen. Am Augartenspitz erwartet uns das Josephinische Erlustigungskomitee.

# Banden bilden
# http://mayday-wien.org/2011/04/24/kinder-wagen-block

Auch für alle, die nicht in erster Linie beschallt werden wollen, gibt es Programm. Neben einem Kinder-Wagen-Block (der den Aufstand probt), wird der Book Bloc der prekären Wissensarbeiter*innen durch die Straßen ziehen. Eine ganze Armee von Clowns hat sich angekündigt. Und selbstverständlich wird auch San Precario es sich nicht nehmen lassen, höchstpersönlich auf der Parade zu erscheinen und seine schützende Hand über die geplanten Aktionen und Wortbeiträge im Zuge und am Rande der Parade zu halten.

# Wir sind Klasse …
# http://mayday-wien.org/2011/04/28/ausse-zur-mayday-parad-in-wean

… und rufen nun auch auf Wienerisch zur MayDay!-Parade auf: Ausse zur MayDay!-Parad’ in Wean! Mia hackln wia die Bleden. Owa mia hom kane Lire, kane Papiere. Sowos haut uns ned vire! Oiso: Hau’ ma uns olle auf a Packl gegen des Wieglwogl in der Hackn und im Leb’n. Wei, nur mitanand kumma firanand!

# Nach der Parade ist vor der Parade
# http://mayday-wien.org/termine

Ausschlafen war gestern. Direkt nach der MayDay!-Parade folgt die Abschlussveranstaltung: Kundgebung, Musik, Volxküche (Schillerplatz, Akademie der Bildende Künste Wien, 1010 Wien). Am 3. Mai um 18 Uhr lädt das PrekärCafé zum MayDay!-Katerfrühstück ein: bring your pics & stories von der MayDay!-Parade (w23, Wipplinger Straße 23, 1010 Wien). Und am Donnerstag, den 12. Mai folgt das erste Post-MayDay!-Paraden-Treffen: 18:30 Uhr, Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien. Sei dabei! Nicht nur am 1. Mai.

Denn: Noch zu warten ist Wahnsinn!
Her mit dem schönen Leben für alle!

## Jetzt den Verhältnissen prekär den Kampf ansagen -
## nicht nur bei der MAYDAY!-Parade am 1. Mai:
## http://www.mayday-wien.org

## MAYDAY! Wien – Auf zur Parade der Prekären!
## Treffpunkt: 1. Mai 2011 um 14 Uhr
## Wallensteinplatz, 1200 Wien

## MAYDAY! Wien – Auftaktkundgebung mit:
## TAPETE & Crying Wölf

http://www.tapeteberlin.de

## EsRap & Enes

http://www.myspace.com/esrap59

## noch zu warten ist wahnsinn (~MAYDAY WIEN 011)
## http://www.youtube.com/watch?v=iyTBIrSyFcw

## RÜCKFRAGEN
# E-Mail: info@mayday-wien.org
# Tel.-Nr.: 0680 3211959

# MayDay Wien
# http://www.mayday-wien.org

Die Verhältnisse zum Tanzen bringen!
April 29th, 2011

– Pressemitteilung #6 –

?? Prekär Arbeiten ?? Prekär Leben ??

!! Prekär Tanzen:
!! live acts von EsRap & Enes (Wien)
!! und TAPETE & Crying Wölf (Berlin)
!! um 14 Uhr bei der MayDay!-Auftaktkundgebung

!! Prekär Kämpfen:
!! Let’s MayDay !! Parade der Prekären am 1. Mai
!! Treffpunkt: 14 Uhr, Wallensteinplatz, 1200 Wien
!! http://mayday-wien.org/materialien

MayDay, MayDay! Der Countdown läuft, in vier Tagen ist es soweit: Einmal mehr wird das Alarmsignal von in Seenot geratenen Schiffen durch die Straßen Wiens hallen, um auf die voranschreitende Entsicherung unserer Arbeits- und Lebensverhältnisse aufmerksam zu machen. Vor allem jedoch wollen wir dadurch dem Prozess der Prekarisierung der Kampf ansagen …

# No borders, no precarity!

… und laufen uns bei der heute stattfindenden Demonstration „Gegen das FremdenUNrechtspaket“ schon einmal warm. Schließlich möchte die österreichische Bundesregierung noch rasch vor dem 1. Mai eine Novelle des sogenannten Fremdenrechts durch das Parlament bringen und damit die rassistischen Daumenschrauben zur weiteren Prekarisierung von Lebensverhältnissen ansetzen. In der Folge werden Menschen ohne EU/EWR-Pass einmal mehr um Zukunftsperspektiven gebracht, wenn die Nationalratsabgeordneten dieser Tage den Gesetzesnovellen zustimmen: Geht der Job verloren, stehen auch die Aufenthaltspapiere auf dem Spiel. Wird eine Antragsfrist versäumt, wird selbst ein langjähriger Aufenthalt zum Schleudersitz. Doch wir sagen: Der Kampf gegen Ausbeutung, Unterdrückung und prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse muss immer auch ein antirassistischer sein!

# Mit HipHop die Verhältnisse zum Tanzen bringen

Dass der Kampf gegen solche Zumutungen immer weiter gehen muss, betont auch die Wiener Rapperin EsRap in ihrer heimlichen Antirassismus-Hymne „Ausländer mit Vergnügen“ – denn „was dich nicht umbringt, macht dich stärker“. Zur allgemeinen Bestärkung der MayDay!-Paradist*innen werden EsRap und Enes diese und ein paar andere Nummern auch im Rahmen der Auftaktkundgebung zur fünften MayDay!-Parade am Nachmittag des 1. Mai am Wiener Wallensteinplatz zum Besten geben.

Speziell dafür den weiten Weg von Berlin tritt die HipHop-Crew TAPETE & Crying Wölf an. Die Forderung nach freier Mobilität für alle wird auch von dieser mit Nachdruck erhoben – im Besonderen jedoch auf den öffentlichen Nahverkehr umgemünzt („Schwarzfahrt“). Mit ihren Hits („Drückeberger“) und Zungenbrecher-Rhymes („Praktiziert Dienstleistungs-Erschleichung, seid stolz auf die Diensterschleichungs-Leistung!“) haben sie das prekäre Tanzbein jedenfalls längst auf ihrer Seite.

Prekär zum Tanzen gebracht werden sollen so aber freilich nicht bloß die MayDay-Paradist*innen, sondern vermittels dieser auch die Verhältnisse selbst, die die Prekarisierung unserer Lebens- und Arbeitsverhältnisse vorantreiben. In diesem Sinn: Organisieren wir uns – denn wir sind Bewegung!

## Jetzt den Verhältnissen prekär den Kampf ansagen -
## nicht nur bei der MAYDAY!-Parade am 1. Mai:
## http://www.mayday-wien.org

## MAYDAY! Wien – Auf zur Parade der Prekären!
## Treffpunkt: 1. Mai 2011 um 14 Uhr
## Wallensteinplatz, 1200 Wien

## MAYDAY! Wien – Auftaktkundgebung mit:
## TAPETE & Crying Wölf
## http://www.tapeteberlin.de

## MAYDAY! Wien – Auftaktkundgebung mit:
## EsRap & Enes
## http://www.myspace.com/esrap59

## MAYDAY! TERMINE

# Mittwoch, 27. April, 18 Uhr
Demonstration gegen das FremdenUNrechtspaket
Treffpunkt: Westbahnhof/Mariahilfer Straße, 1060 Wien

# Freitag, 29. April, 19 Uhr
Know your rights! Rechtshilfeworkshop für neue und alte Politaktivist*innen.
Ort: Schenke, Pfeilgasse 33, 1080 Wien

# Weitere Termine:
## http://www.mayday-wien.org/termine

## RÜCKFRAGEN
# E-Mail: info@mayday-wien.org
# Tel.-Nr.: 0680 3211959

# MayDay Wien
# http://www.mayday-wien.org

Ausse zur Mayday-Parad’ in Wean
April 28th, 2011

Mayday! Mayday!

Ausse zur Mayday-Parad’ in Wean om Sundog, dem 1. Mai 2011!

Rabbit of Precarity! Uma Zwa nochmittog, Woenstaplotz, im 20. Hieb. Rabbit of Precarity!

Muast hackln? Wüst hackln? Wird dei Hockn zoit? Deafst übahaupt hackln? Deafst do sei? Vowos lebst? Konnst mochn wost wüst? Wos mochst, waunnst kronk wiast? Wos mochst, waunnst oid bist? Wos mechast‘n gern hom? Tuast wos gegen des Wieglwogl? Mochst wos dagegn?

Rabbit of Precarity! Woat ma ned länga – gemmas on! Rabbit of Precarity!

Des derf jo ned woah sei! Mia hom tausnd vaschiedene Hockn und reißn uns de Hax’n dafir aus. I kumm ma scho vua wia a Gummibandl. Mia hackln wia die Bleden. Owa mia hom kane Lire, kane Papiere. Sowos haut uns ned vire! Donn sama wieda hocknstad oda kriagn immer nur an deppaten befristeten Vatrog. Der ane muaß leihorbeitn geh, die ondare is auf ewig Praktikantin. Glaubt’s mas, des betrifft uns olle! In dera Orbeitswöd, des dapockt jo kana!

Rabbit of Precarity! Des Mitanaund is unsa Atout! Rabbit of Precarity!

Es is jo a so, mir miaßn imma Koartn spün, a won uns des aufäut. Owa ob heit kennans uns vagessn. Mia drahn zua, wö ma boid gnua hom. Und mir kennan sölba redn und tuan. Mia spün des, was uns grod gfreit. Domino oder Pfitschigoggerln gonz egal, wö ob heit homma Zeit. Schmiat’s eich eicha Spü in die Hoar. Und damit’s kane ondan Drottln findt’s, die mit eich spün, tua ma uns zaum.

Rabbit of Precarity! Hau’ ma uns olle auf a Packl! Rabbit of Precarity!

Mia tuan eh wos ma kenna, ollas wos da Chef valongt, damit ma lebn kenna, oba imma nua im Wieglwogl. De Anan hackln im Lemnsmittelg’schäft um a Buttabrot bis zum umfoin und a de Studiosi, de aus am Drittstoot kumman, wuaschtln umadum. Ondare oaweitn in da Kultua oder in da Heimhüf – a ohne Kraunknvasicharung. Die Hocknstadn und de Ausgsteiertn kriagn olewei (wos) a Sperre audroht. Und a de Freiberufla hom ka Zukunft genau wie de ohne Papiere. Und des gaunze Wieglwogl is ja net nur in da Hocken, a de Sandler miaßn fir’s Notbett zoin und de Großkopfertn de Bagasch, de residiert dawö in die (eanare) Schlessa. Mir hom z’wenig zum leben, oba z’fü zum steam. Und des is gscheit bled! I glaub’, de woin uns vaoarschn! Heats, wir miaßn uns zomtuan! Mir jo olle woin a leiwondes lebn hom und durthi geh, wos uns gfreit. Mir woin söba bestimman und mir woin no vü mehr!

Rabbit of Precarity! Drum ruaf ma: zwöfe is scho längst vurbei! Rabbit of Precarity!

Rabbit of Precarity! Heast oida, nur mitanand kumma firanand! Rabbit of Precarity!

MayDay! MayDay! PrekärKino in der W417
April 26th, 2011

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// w417-Kino: Samstag, 30. April
// Weissgasse 4, 1170 Wien
// 18:00 Teeniekino, 19:00 Vokue, 20:00 Film
// http://w417.lnxnt.org/
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// NATIVE LAND (USA 1942, R: Leo Hurwitz und Paul Strand)
// mit einleitendem Input zu Bedeutung & Rezeption des Films.
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Native Land ist ein 1942 erschienener Film von Leo Hurwitz und Paul Strand. Der Film basiert auf einer 1938 erschienen Untersuchung über die Unterdrückung der Organisation von ArbeiterInnen. Native Land handelt dabei vom Kampf der Gewerkschaften gegen den Versuch der Zerschlagung der organisierten ArbeiterInnenbewegung durch Regierung und UnternehmerInnen in den USA der Zwischenkriegs- und Kriegszeit: diese Angriffe umfassten eine ganze Bandbreite von Mitteln, beginnend mit dem Einsatz terroristischer Methoden gegen organisierte ArbeiterInnen, über die systematische Unterwanderung von Gewerkschaften, alltägliche Polizeirepression, bis zu sogenannten “Schwarzen Listen”, die für Berufsverbote standen. Als Agitprop-Doku orientiert sich Native Land nicht an Kriterien der Objektivität, sondern stellt sich klar auf Seite der ArbeiterInnen. Der bekannte afro-amerikanische Sänger, Schauspieler und Aktivist Paul Robeson führt übrigens als Erzähler aus dem “Off” durch den Film.

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// STEP UP (USA 2006, R: Anne Fletcher)
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Mal wieder auf speziellen Wunsch unserer Nachbarskinder zeigen wir diesmal - passend zum 1. Mai – ein Märchen über die Bedeutungslosigkeit der kleinen Unterschiede: Prolo-Bub trifft Bürgers-Mädchen, verliebt sich unsterblich und wechselt in der Folge Hobby (von Breakdance nach Ballette) und Beruf (von Autoknacken nach Kunsthochschule). Dazu gibt’s coole HipHop- und R’n'B-Tracks, hübsche Tanzeinlagen und vereinzelten Selbstzweifel an der Überwindbarkeit des Klassenwiderspruchs qua Liebesglück. Für eine Happy End freilich reicht’s allemal – und der Klassenkampf lässt sich dann eh Tags drauf wieder in all seinem Glanz und Elend zelebrieren;)

Thematisch passend geht es deshalb am nächsten Tag zur fünften MAYDAY! Parade in Wien. Treffpunkt am 1. Mai, 14 Uhr, am Wallensteinplatz. Vor dem Beginn des Films wird es auch noch Gelegenheit geben, sich über Stand der Dinge zur Parade bei anwesenden MAYDAY! AktivistInnen zu informieren.

In diesem Sinne: “Auf ganz legalem Weg wird so aus einem losen Haufen eine hochprofessionelle Organisation. MAYDAY! MAYDAY!”

Nähere Infos: www.mayday-wien.org

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MayDay! MayDay! Kinder-Wagen-Aufstand

April 25th, 2011

– Pressemitteilung #5 –

?? Prekär Arbeiten ?? Prekär Leben ??


!! Prekär Kämpfen:
!! Let’s MayDay !! Parade der Prekären am 1. Mai
!! Treffpunkt: 14 Uhr, Wallensteinplatz, 1200 Wien
!! http://mayday-wien.org/materialien

!! Kinder-Wagen-Block
!! Treffpunkt: 14 Uhr, Wallensteinplatz / Karl-Meißl-Straße, 1200 Wien


Am 1. Mai machen wir uns wieder auf, um gegen prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse, für freien Bildungszugang, Bewegungsfreiheit für alle und noch mehr ein starkes Zeichen zu setzen. Aber auch unsere Kinder sind schon direkt oder indirekt von prekären Lebensverhältnissen betroffen. Deshalb ist es wichtig, solidarisch auch für ihre Rechte einzustehen.

Eltern mit prekären Arbeitsbedingungen haben oft noch mehr Schwierigkeiten berufliche Verpflichtungen und Zeit mit den Kindern unter einen Hut zu bringen. Gerade in prekären Verhältnissen wird der Mangel an Krippenplätzen oft zum besonderen Problem. Ein Recht auf Krippenplätze gibt es nur für jene mit Normalarbeitsverhältnissen. Geringfügig Beschäftigte, Studierende und Andere werden nachrangig behandelt. Am absurdesten ist das bei Erwerbsarbeitslosen: Eigentlich sollen sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen; um ein Anrecht auf einen Krippenplatz zu haben, brauchen sie aber ein Beschäftigungsverhältnis.

# Wenn die unbezahlten Praktikant*innen von morgen…

Die Qualität der Betreuung ist in der öffentlichen Debatte um Kinderbetreuung meist gar kein Thema. Selbstermächtigung, soziales Lernen und individuelle Förderung sind kaum, Zeit für Austausch zwischen Betreuer*innen und Eltern, nur zwischen Tür und Angel möglich. So fordert auch das Kollektiv Kindergartenaufstand – ein Zusammenschluss aus Pädagog*innen und Betreuer*innen – kleinere Gruppen, mehr Vorbereitungszeit und bessere Bezahlung. Diese Forderungen und Bedürfnisse treffen sich mit jenen der Eltern und Kinder. Bessere Betreuungsverhältnisse bedeuten auch bessere Arbeitsverhältnisse und umgekehrt. Und der Stress geht weiter: Die richtige Volksschule sollte gewählt werden, damit das Kind eine tolle Bildungsbiographie aufweisen kann und später auch sicher einen der begehrten unbezahlten Praktikumsplätze erhält.

# … den Aufstand proben

Außerdem fordern wir mehr Raum für Kinder. Gerade in der Stadt ist die Bewegungsfreiheit von Kindern stark eingegrenzt. Überall Beton, und die Betonwüste wächst jährlich weiter. Aber auch Autos (deren Anzahl ebenfalls steigt) schränken ihren Bewegungsraum stark ein. Das Problem der nicht vorhandenen Bewegungsfreiheit hört nicht an den Grenzen der Stadt auf. Auch Kinder sind immer wieder von Abschiebungen betroffen, Familien werden getrennt oder, wie erst kürzlich, die Familie wird abgeschoben und ein Minderjähriger zurückgelassen, weil er gerade nicht zu Hause war. Und sogar als Zielscheiben dienen unsere Kinder. So gab es wiederholt Vorfälle bei denen auf Kinder geschossen wurde. Schüsse auf spielende Kinder am Spielplatz, weil sich jemand durch den „Kinderlärm“ gestört fühlte; aber auch von ihrem angeblicher „Freund und Helfer“, der Polizei. Eine weit angelegte Sensibilisierungskampagne ist notwendig sowie das Verbot für Polizist*innen Waffen zu tragen. 

Da es auch in linken Räumen und Strukturen nicht immer leicht ist mit Kindern (Rauch, keine Barrierefreiheit, Hunde, Lärm), wollen wir mit unserem Block nicht nur politischen Anliegen einen Platz geben, sondern auch einen geschützten Raum für Kinder auf der Parade schaffen. Wir sorgen für Getränke und Wechselgewand sowie für Spiel und Spaß. So soll es Luftballons, Seifenblasen, Straßenkreiden, Schminken, eine mobile Vorleseecke und Besuche der Clown Army geben. 

Kommt hin, mit oder ohne Kinder, bringt euch ein! 
Drückt euch aus, bleibt nicht z´Haus!!!

TREFFPUNKT: 1. Mai um 14 Uhr
Wallensteinplatz / Karl-Meißl-Straße bei der Osteria Allora
1200 Wien

## Jetzt den Verhältnissen prekär den Kampf ansagen -
## nicht nur bei der MAYDAY!-Parade am 1. Mai:
## http://www.mayday-wien.org

## MAYDAY! Wien – Auf zur Parade der Prekären!
## Treffpunkt: 1. Mai 2011 um 14 Uhr
## Wallensteinplatz, 1200 Wien

## MAYDAY! TERMINE

# Mittwoch, 27. April, 18 Uhr
Demonstration gegen das FremdenUNrechtspaket
Treffpunkt: Westbahnhof / Mariahilfer Straße, 1060 Wien

# Freitag, 29. April, 19 Uhr
Know your rights! Rechtshilfeworkshop für neue und alte Politaktivist*innen.
Ort: Schenke, Pfeilgasse 33, 1080 Wien

# Weitere Termine:
## Web: http://www.mayday-wien.org/termine

## RÜCKFRAGEN
# E-Mail: info@mayday-wien.org
# Telefon: 0680 3211959

# MayDay Wien
# http://www.mayday-wien.org